In der Literatur kursieren die verschiedensten Definitionen von Unterrichtseinheit, -sequenz, -reihe und -stunde. Für unser Vorhaben gliedern wir es wie folgt:
- Unterrichtsstunde: Sie ist die kleinste Einheit und umfasst die einzelnen Unterrichtsstunde (45-/90-Minuten). Bei ihr geht es um ein Thema für die Stunde, bspw. Zählschleife
- Unterrichtssequenz: Eine Sequenz setzt sich aus mehreren Stunden zu einem ähnlichen übergeordneten Thema zusammen. So könnte sich über zwei Doppelstunden die verschiedenen Schleifentypen angeschaut werden und diese Sequenz könnte unter der Überschrift Schleifen geführt werden
- Unterrichtseinheit: Sie stellt den Zusammenschluss mehrerer Stunden und Sequenzen zu einem übergeordneten Thema dar. So lassen sich bspw. Kontrollstruktuerrn und Variablen unter der Einheit Einstieg in die Algorithmik zusammenfassen
- Unterrichtsreihe: Sie umfasst die größte Planungseinheit und setzt die einzelnen Einheiten über das Schuljahr verteilt in eine Abfolge
Der Begriff des Kontexts meint im Wesentlichen nur, dass ein Zusammenhang hergestellt werden soll. Diesen Zusammenhang erzielen wir sehr oft durch die Einbringung eines realen Sachverhaltes. Dieser Sachverhalt dient uns dazu, dass wir den SuS deutlich machen, dass Informatik im alltäglichen Dasein vorhanden ist, um so einen direkten Bezug herzustellen.
Darüber hinaus gibt es noch das Unterrichtskonzept der Informatik im Kontext. Hierbei wird bzgl. der Auswahl eines Kontextes also eines Zusammenhangs folgende Kriterien gefordert:
- Mehrdimensionalität: Der Gegenstand soll über das informatische hinaus auch in andere Bereich wirken, bspw. rechtliche, ökonomische, ökologische etc.
- Breite: Der Kontext ist für alle relevant und nicht nur für eine kleine Gruppe von Leuten, bspw. ist die Funktionsweise des Internets für alle relevant wohingegen das Schichten-Modell des TCP/IP-Protokolls nicht für alle relevant ist
- Tiefe: Der Kontext bietet auf informatischer Ebene eine Tiefe, die auch möglichst viele Kompetenzen des KCs abdeckt
- Lebenswelt: Ein Klassiker der Didaktik darf natürlich auch hier nicht fehlen. Der Kontext soll die Lebenswelt der SuS tangieren. Dabei soll er bspw. Dinge erlebbar machen oder Betroffenheit auslösen
- Statbilität: Der Kontext ist über einen längeren Zeitraum von Bedeutung bspw. wird KI uns zukünftig begleiten
Grundsätzlich ist aber bzgl. eines Kontexts festzuhalten, dass dieser einen Zusammenhang zur realen Welt herstellen soll, um zu verdeutlichen, dass Informatik im alltäglichen Raum vorhanden ist und dass SuS verstehen, wo Informatik bereits in ihrem Alltag wirkt. Mit der Idee von Infoormatik im Kontext lässt sich natürlich ein Kontext wählen, welcher problemlos über eine Unterrichtseinheit trägt und bzgl. verschiedener Themen aufgreifbar ist.
Im Folgenden wird eine bsph. Unterrichtssequenz gezeigt, welche auch die weiteren Stunden der Unterrichtseinheit schematisch umfasst. Die Stunde, die für die Sequenz nicht relevant sind, sind grau und nur in kurzen Stichpunkten notiert, sodass eine bessere Orientierung möglich ist. Die Vorlage für die Datei ist hier herunterzuladen.